Im Bereich der praktischen Geschichtsvermittlung in der Einwanderungsgesellschaft gibt es bereits verschiedene Projekte, Museen und Initiativen, die sich diesem Thema widmen. Einige möchten wir vorstellen:
Das Internetportal wendet sich an Lehrer und Pädagogen. Es bietet neben Materialien und Methoden zu verschiedenen Themen der Geschichte auch besondere Hinweise zum Thema „Migration nach Deutschland“. Hier kann sich der Benutzer an Hand von Zeitschriften-, Buch- und Webempfehlungen gezielt in die Thematik einarbeiten, sowie Lernorte, Unterrichtsmaterialien und Film- bzw. Audiohinweise als methodische Anregungen im Bereich der interkulturellen Pädagogik nutzen.
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Das Internetportal stellt Lehrer und Multiplikatoren u.a. Unterrichtsthemen, Arbeitsblätter, Dokumente, Links und Materialien zur deutschen Zeitgeschichte zur Verfügung. Hier wird auch die Geschichte als Gegenstand des interkulturellen Lernens thematisiert.
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DOMiD widmet sich in seiner Arbeit den historischen Fragen der Migration in Deutschland und ihren Folgen. Dies geschieht insbesondere durch die Sammlung von Dokumenten und Materialien zur Geschichte der Migration, durch Ausstellungen, Forschungsprojekte zu Fragen von Migration in Deutschland sowie durch Seminare, Tagungen und Vorträge.
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Das Netzwerk vermittelt Informationsangebote über Migration, Integration, Zuwanderungspolitik und Bevölkerungsentwicklung weltweit. Daneben werden Lernmaterialien und Trainingsseminare zu den Themen (Zwangs-) Migrationen und Menschenrechtsschutz in Europa angeboten. Das Lernportal „The Unwanted“ bietet interaktive Module für Schülerinnen und Schüler zum Thema Flucht und Vertreibung.
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Die Ausstellung „Lebenswege“ vermittelt in Texten, Bildern und Interviewsequenzen die Geschichte der Arbeitsmigration in Deutschland und in Rheinland-Pfalz und konzentriert sich auf die Darstellung der Arbeits-Migrationsgeschichte von dem ersten Anwerbeabkommen mit Italien 1955 bis zum Anwerbestopp 1973. Besondere Zielgruppen des Migrationsmuseums sind Menschen mit Migrationshintergrund und Schülerinnen und Schüler.
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Der „lernortgedenkstätte“ macht Angebote der außerschulischen historisch-politischen Bildung zum Nationalsozialismus für Jugendliche und junge Erwachsene. Der Schwerpunkt liegt auf der nationalsozialistischen Ausgrenzungs- und Vernichtungspolitik, die v.a. durch Führungen in der Stuttgarter Innenstadt vermittelt wird. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des „lernortes“ sind auf die Arbeit mit interkulturellen Gruppen eingestellt.
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Das Haus der Geschichte bietet neben thematischen Führungen für Schüler auch Unterrichtsmaterialien und Lehrerhandreichungen zum Thema „Migration“ und "Ihr und Wir. Integration der Heimatvertriebenen in Baden-Württemberg" an. Im „Museumslabor“ können Schüler im Rahmen kleiner Gruppen das Thema „Migration“ an Hand von individuellen Migrationsbiographien be- und erarbeiten.
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Das Museum bietet neben einem ständigen „JuniorMuseum“ u.a. speziell für Schulklassen und Jugendgruppen interkulturelle Führungen durch seine Ausstellung an. Besonders die Ausstellungsräume „Der verstellte Blick: Klischee und Vorurteil“, der die Konstruktion des „Anderen“ problematisiert, sowie die Darstellung verschiedener Religionen im Raum „Vielfalt des Glaubens“, eigenen sich für interkulturelle Vermittlungsansätze.
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In verschiedenen Bundesländern haben sich Lehrkräfte mit Migrationsgeschichte in Netzwerken zusammengeschlossen. Das Engagement der Mitglieder ist vielfältig. Unter anderem möchten sie Schüler und Schülerinnen mit Migrationshintergrund für den Lehrerberuf interessieren sowie Schulen, Hochschulen und Ministerien dafür sensibilisieren, Migrationserfahrung als wichtige Ressource wahrzunehmen.
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Das Internetportal migration-ausstellen.de gibt einen Überblick über aktuelle, geplante und bereits gelaufene Ausstellungen, informiert über Konzeption und Realisierung und nennt Ansprechpartner für den Erfahrungsaustausch. Es verweist auf die Selbstdarstellungen der größeren Museen und archiviert auch kleinere Projekte.
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